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Die 10 schönsten Wasserfälle in Laos

Laos ist kleiner als seine Nachbarländer und weit weniger touristisch entwickelt — was für Wasserfall-Reisende ein Vorteil ist. Das Land wird vom Mekong durchquert und von Hochebenen umgeben, die zahlreiche Tributäre erzeugen. Der Süden des Landes, insbesondere das Bolaven-Plateau, beherbergt eine Dichte an Wasserfällen, die kaum bekannt ist. Von Luang Prabang bis zur kambodschanischen Grenze bietet Laos eine unerwartete Wasserfall-Route.

1. Kuang Si Falls, Luang Prabang

Die Kuang Si Falls (ຕາດກວາງຊີ), 29 Kilometer südlich von Luang Prabang, sind das bekannteste Naturziel Nordlaos. Der Nam Kuang fließt über mehrere Kalziumkarbonat-Terrassen in eine Serie türkiser Becken, die zum Schwimmen freigegeben sind. Die oberste Stufe fällt 50 Meter in einem mehrstufigen System. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und türkis durch gelöste Kalkverbindungen. Tuk-Tuk oder Fahrrad von Luang Prabang; am frühen Morgen vor dem Massenanstieg besuchen.

2. Tat Sae Falls, Luang Prabang

Die Tat Sae Falls (ຕາດແສ), 15 Kilometer von Luang Prabang, sind breite, flache Kaskaden über Kalksteinplatten in mehrere verbundene Schwimmbecken. Anders als Kuang Si sind sie nur per Boot über den Nam Khan zugänglich, was die Besucherzahl gering hält. In der Trockenzeit (November bis März) seichter und zugänglicher; in der Regenzeit voluminöser aber teilweise überschwemmt.

3. Tat Lo Falls, Bolaven-Plateau

Der Tat Lo (ຕາດໂລ) auf dem Bolaven-Plateau in der Provinz Salavan ist ein breiter mehrstufiger Katarakt, umgeben von Kaffeeplantagen und Bergstämmen-Dörfern. Das Bolaven-Plateau auf 1.000 bis 1.300 Metern Höhe erzeugt durch seine Lage außergewöhnlich viele Wasserfälle. Tat Lo ist das touristische Zentrum des Plateaus; Guesthouses direkt am Wasserfall verfügbar.

4. Tat Champee, Bolaven-Plateau

Der Tat Champee (ຕາດຈໍາປີ) auf dem Bolaven-Plateau, nahe der Kaffeestadt Paksong, ist ein breiterer Schleierfall von etwa 40 Metern, der vom Plateau-Rand in das Kaffee-Anbautal darunter fällt. Das Bolaven-Plateau produziert rund 90 Prozent des laotischen Kaffees; der Tat Champee liegt inmitten von Arabica-Plantagen und gibt dem Wasserfall-Besuch einen agrarischen Kontext, der an diesem Ort nirgendwo in Asien so direkt erlebbar ist. Wenig besuchtes Ziel; zunehmend bekannt durch Motorradtouren des Plateaus auf der Route 23.

5. Tat Yueang Falls, Bolaven-Plateau

Der Tat Yueang ist einer der höheren Wasserfälle des Bolaven-Plateaus, etwa 40 Kilometer östlich von Paksong im Dschungel. Ein schätzungsweise 100 bis 120 Meter hoher Sturz in dichtem Monsunwald, wenig erschlossen und kaum beschildert. Der Zugang ist nur in der Trockenzeit per Motorrad auf Erdwegen zuverlässig; in der Regenzeit kann der letzte Abschnitt unpassierbar werden. Beste Wasserführung September bis November nach der Hauptmonsunzeit. Ein lokaler Guide von Paksong ist die einfachste Lösung für die Navigation.

6. Tat Soung, Bolaven-Plateau

Der Tat Soung (ຕາດສູງ, „hoher Wasserfall") ist der voluminös beeindruckendste Fall des südlichen Bolaven-Plateaus, über 100 Meter breit in der Hochzeit des Monsuns. Zugang über eine Erdstraße von Pakxong; Motorrad oder 4WD empfohlen. Regionale Guides können den genauen Zugang zeigen.

7. Pha Mok Falls, Vientiane-Umgebung

Die Pha Mok Falls (ຜາໂມກ) nahe Vang Vieng sind ein mehrstufiger Wasserfall im Kalksteinhügelland entlang des Nam Song. Das Karstgelände um Vang Vieng — dasselbe, das für seine Höhlen und Flussbuchten bekannt ist — hat an seinen Rändern saisonale Wasserfälle, die nach dem Monsun (Oktober bis Dezember) am vollsten sind. Der Zugang zu den Pha Mok Falls führt durch Dorf-Territorium; ein kleines Entrée an der Gemeinschaftskasse ist Praxis. Halbtagesausflug von Vang Vieng per Motorrad oder Fahrrad.

8. Tat Faek, Bolaven-Plateau

Der Tat Faek auf dem südlichen Bolaven-Plateau fällt über eine Basaltschwelle in einen tiefen Kessel. Auch bekannt als Wasserfall nahe Tad Fane Resort, einem bekannten Bolaven-Eco-Lodge. Zip-Line über den Wasserfall verfügbar. Sehr gute Anbindung an den Rund-Plateau-Motorradweg.

9. Tat Kuangmai, Luang Namtha

Der Tat Kuangmai in der Provinz Luang Namtha im äußersten Norden, nahe der chinesischen und myanmarischen Grenze, ist Teil der Waldlandschaft des Nam Ha National Protected Area — eines der artenreichsten Schutzgebiete Südostasiens mit zwölf Gibbon-Arten. Ein schmaler, klarer Sturz über Granit in einem dichten Primärwald mit großem Schattdach aus Dipterocarpus-Bäumen. Trek von Luang Namtha mit zertifiziertem Guide obligatorisch; das Gebiet wird durch Akha, Khmu und Lanten-Gemeinschaften kooperativ verwaltet und ist ein Vorzeigebeispiel für Community-Based Ecotourism. Luang Namtha ist per Minibus von Luang Prabang erreichbar (acht bis zehn Stunden) oder per Direktflug.

10. Khone Phapheng Falls, Champasak

Der Khone Phapheng (ຕາດຄອນພະເພັງ) an der kambodschanischen Grenze ist nach Volumen in der Monsunhochzeit der wasserreichste Fall Südostasiens — und wird als „Niagara des Ostens" bezeichnet, nicht wegen der Höhe (maximal 21 Meter), sondern wegen der Breite von bis zu 10 Kilometern in der Regenzeit. Der Mekong erzeugt hier durch eine Basaltschwelle Stromschnellen und Kaskaden von spektakulärer Ausdehnung. Don Khon Island liegt direkt daneben; Zugang per Boot oder Tuk-Tuk von Pakse.

Laos-Wasserfall-Reiseroute

Die klassische Route für Wasserfall-Tourismus: Luang Prabang als Basis für Kuang Si und Tat Sae (drei bis vier Tage), dann Inlandsflug nach Pakse im Süden, Bolaven-Plateau-Motorradschleife (drei bis vier Tage), dann weiter nach Don Det oder Don Khon auf den Si Phan Don-Inseln im Mekong mit Zugang zu Khone Phapheng. Die gesamte Route ist in einer Woche machbar; zwei Wochen erlauben die Nebenziele des Nordens (Luang Namtha) und ein langsameres Tempo auf dem Plateau. Die Motorrad-Selbstfahrt auf dem Bolaven-Plateau setzt Erfahrung auf unbefestigten Straßen voraus; Roller-Verleih vor Ort für Anfänger, aber Berichte über Unfälle sind häufig. Für die Schleife gibt es organisierte Gruppentouren mit Guide.

Das Bolaven-Plateau verstehen

Das Bolaven-Plateau (1.000 bis 1.350 Meter) ist eine Vulkan-Hochebene aus Basalt, deren Abbruchkanten ringsum Wasserfälle erzeugen, weil die Plateauflüsse direkt über die steilen Außenhänge fallen. Das Klima auf dem Plateau ist um fünf bis acht Grad kühler als im Mekong-Tiefland — eine Erholungs-Klimazone, die auch den Kaffeeanbau ermöglicht. Die Kombination aus Kaffeekultur (Arabica und Robusta), ethnischen Minderheitendörfern (Katu, Alak, Nge) und dichten Wasserfällen macht das Plateau zu einem der vielseitigsten Reiseziele Südostasiens außerhalb der Touristenpfade.

Visumfragen und Einreise

Laos ist für die meisten europäischen Reisenden per Visum on Arrival oder E-Visa an den Hauptgrenzen und am Flughafen Wattay (Vientiane) zugänglich. Das E-Visum (30 Tage) kann vorab online beantragt werden und vereinfacht die Einreise an belebten Grenzposten. Luang Prabang hat direkten Flughafen mit Verbindungen nach Bangkok, Chiang Mai und Hanoi; für den Süden (Pakse, Bolaven-Plateau) sind Weiterflüge intern oder Busverbindungen nötig. Laos ist kein rucksackfreundlich billiges Reiseziel mehr wie in den 2000er Jahren; Preise für Guesthouses und Restaurants sind gestiegen, bleiben aber unter südostasiatischem Durchschnitt.

Vom Lesen zum Planen

Laotische Wasserfälle sind auf der interaktiven Karte verzeichnet. Filtere nach Provinz für regionale Tagesausflüge.