← Zurück zum Blog

Die 10 schönsten Wasserfälle in Thailand

Erawan Falls, Kanchanaburi, Thailand
Photo: Diliff, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Thailand hat eine ungewöhnliche Wasserfall-Geografie: Die meisten Wasserfälle sind streng saisonal, gespeist vom Südwest-Monsun zwischen Juni und Oktober, und liegen in Nationalparks, die teils für den Rest des Jahres wenig Wasser führen. Die Ausnahmen sind die türkisen Kalziumkarbonat-Fälle, die durch chemische Prozesse ihr Wasser konstant klar halten. Thailand hat beides — die besten Monsun-Spektakel und die schönsten Ganzjahres-Naturbecken.

1. Erawan Falls, Kanchanaburi

Die Erawan Falls im gleichnamigen Nationalpark, drei Stunden westlich von Bangkok, sind sieben Stufen über Kalkstein mit türkis-transparenten Becken. Die unteren Stufen sind breit und schwimmbar; die oberen enger und schwieriger zugänglich. Der Name bezieht sich auf den dreiköpfigen weißen Elefanten der indischen Mythologie. Eintrittsbeschränkung und Besucherzahlen-Limit in der Hochsaison; freitags am ruhigsten. Ganzjährig gut besuchenswert, aber Wasserführung in der Trockenzeit (November bis April) auf den oberen Stufen gering.

2. Huay Mae Khamin, Kanchanaburi

Die Huay Mae Khamin Falls im Sai Yok National Park fallen in sieben Stufen durch tropischen Wald nahe der burmesischen Grenze. Weniger bekannt als Erawan, aber von vielen Thais als schöner eingeschätzt: tiefes Türkis, weniger Besucher, ruhigeres Becken. Zugang per Boot über den Srinakarin-Stausee oder per Straße über Kanchanaburi.

3. Pa La-U Falls, Hua Hin

Die Pa La-U Falls im gleichnamigen Nationalpark, 60 Kilometer westlich von Hua Hin, sind elfstufige Kaskaden durch Tropenwald. Der Weg zu den oberen Stufen führt durch einen guten Teil des Parks; Motorrad oder 4WD empfohlen für den letzten Abschnitt. Außerhalb der Hochsaison wenig besucht; Schmetterlinge und Vögel der Region sind ein Nebengewinn.

4. Thi Lo Su, Umphang

Der Thi Lo Su (ทีลอซู) im Umphang Wildlife Sanctuary nahe der burmesischen Grenze in der Provinz Tak gilt als Thailands größter und mächtigster Wasserfall: 250 Meter breit, 200 Meter hoch in drei Stufen. Er ist nur von August bis Oktober zugänglich, wenn die Monsunwasser auf dem Höhepunkt sind und gleichzeitig der Wasserpegel im Zugangsfluss noch überquerbar ist. Zugang erfordert eine mehrstündige Fahrt über eine der schwierigsten Gebirgsstraßen Thailands.

5. Mae Surin, Mae Hong Son

Die Mae Surin Falls in der Provinz Mae Hong Son sind Thailands höchster Einzelsturz: 100 Meter als schlanke Horsetail-Kaskade in einem tiefen Tal. Nur in der Regenzeit (Juli bis Oktober) voller Wasserführung; in der Trockenzeit kaum sichtbar. Zugang von Mae Hong Son Stadt; abgelegen und wenig touristisch erschlossen.

6. Mae Klang Falls, Doi Inthanon

Der Mae Klang Falls im Doi Inthanon National Park, Chiang Mai, fällt direkt neben der Hauptzufahrtsstraße auf den höchsten Berg Thailands. Ein breiter, mehrstufiger Katarakt über Granit in eine populäre Schwimmzone. Der Nationalpark enthält drei weitere bedeutende Wasserfälle (Wachirathan, Siriphum und weitere), die über Wanderwege erschlossen sind. Chiang Mai ist zwei bis drei Stunden entfernt.

7. Wachirathan Falls, Doi Inthanon

Der Wachirathan Falls (Vatcharathan) im Doi Inthanon National Park fällt 30 Meter in einem breiten, kompakten Plunge-Fall über Granit. Direkter Weg vom Parkparkplatz; einer der meistbesuchten Wasserfälle Nordthailands. Die massive Sprühwolke ist bei hoher Wasserführung auf Distanz zu spüren.

8. Mae Sa Falls, Chiang Mai

Die Mae Sa Falls im Mae Sa Valley, 25 Kilometer von Chiang Mai, sind zehnstufige Kaskaden mit Schwimmmöglichkeiten auf den unteren Stufen. Die Nähe zur Stadt macht sie zum beliebtesten Tagesausflug-Wasserfall Nordthailands; am Wochenende entsprechend belebt. Im Frühjahr (Dezember bis Februar) auf dem Höhepunkt der Trockenzeit weniger Wasser, aber angenehmere Temperaturen.

9. Haew Narok, Khao Yai

Der Haew Narok im Khao Yai National Park (UNESCO-Welterbe), drei Stunden von Bangkok, fällt 150 Meter in zwei Stufen in eine von Dschungel überwachsene Schlucht. UNESCO-Welterbe-Status bedeutet strikte Besuchsregeln. Haew Narok ist bekannt als Ort, an dem Elefanten gelegentlich hineingefallen sind. Beobachtungsposten am Rand.

10. Haew Suwat, Khao Yai

Der Haew Suwat im Khao Yai National Park ist internationalen Filmzuschauern bekannt als Schauplatz der Wasserfall-Sprungszene in Danny Boyles „The Beach" (2000). Ein 25 Meter hoher Katarakt über Sandstein; Sprünge sind seit dem Film verboten. Der kurze Weg führt durch Khao Yai-Dschungel mit guten Chancen auf Gibbons und Pfauen.

Thailand-Wasserfall-Saison

Der entscheidende Faktor: Monsunzeit (Juni bis Oktober) bringt maximale Wasserführung; November bis Februar ist die schöne, kühle Trockenzeit mit weniger Wasser aber angenehmeren Temperaturen für Wanderungen. Thi Lo Su und Mae Surin sind nur im Monsun zugänglich. Erawan und Khao Yai ganzjährig; Doi Inthanon ganzjährig aber bestes Wasser August bis Oktober.

Transport von Bangkok zu den Wasserfällen

Die meisten Wasserfälle im westlichen Thailand (Kanchanaburi-Region) sind per Direktbus von Bangkoks Mo Chit Bus Terminal in drei bis vier Stunden erreichbar. Erawan: Bus nach Kanchanaburi (2h30), dann Minibus in den Nationalpark (1h30). Huay Mae Khamin: gleiches Prinzip, anderer Abzweig. Für Nordthailand-Fälle (Doi Inthanon, Mae Sa, Mae Surin) ist Chiang Mai die Basis; alle sind per gecharterten Songthaew oder Mietmotorrad als Tagesausflug erreichbar. Thi Lo Su und Umphang-Region erfordern eine Mehrtagesreise ab Mae Sot (Grenzstadt zu Myanmar); der Weg von Bangkok dauert mit Übernachtungen zwei bis drei Tage.

Kalkstein-Türkis: warum Erawan und Huay Mae Khamin so aussehen

Die charakteristische türkise Farbe der Becken von Erawan und Huay Mae Khamin entsteht durch denselben chemischen Prozess wie in Plitvice, Kuang Si und Pamukkale: Das Wasser fließt durch Kalksteingestein und löst Kalziumkarbonat (CaCO3). Beim Aufprall des Wassers entgast CO2, der pH-Wert steigt, und Kalzit fällt als feine Kristalle aus. Diese Suspension streut blaues Licht stärker als rotes — das Ergebnis ist die intensiv türkise Farbe. Je mehr Kalkstein im Einzugsgebiet und je mehr Turbulenz im Wasserfall, desto stärker der Effekt. Chemische Sonnenschutzmittel können diese Ablagerungsprozesse stören; einige thailändische Nationalparks haben daher mineralmineralische Sonnencreme als Empfehlung ausgeschrieben.

Nationalparks und Eintrittspreise

Die meisten bedeutenden Wasserfälle Thailands liegen in Nationalparks mit Eintrittsgebühr: für ausländische Besucher typischerweise 200 bis 300 Baht (Stand 2024), für Thai-Staatsangehörige deutlich weniger (zweiteiliges Preissystem). Erawan hat zusätzlich eine Besucherzahlbeschränkung pro Tag; Vorausbuchung online empfohlen, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Khao Yai ist das am stärksten besuchte Schutzgebiet Thailands; Wochentags-Besuche sind deutlich ruhiger.

Wohin zuerst?

Thailands Wasserfälle sind auf der interaktiven Karte verzeichnet. Filtere nach Provinz oder Region für Tagesausflug-Planung ab Bangkok oder Chiang Mai.